Interview mit Detlef Söder

Foto Detlef Söder zum Album -Superfrauchen-

 

 

 

 

 

 80s-Radio: 

 Sie sind Sänger, Songwriter, Komponist und        Musiktherapeut. Ursprünglich haben Sie jedoch einen ganz anderen Beruf gelernt. Wie kam es zu diesem Wechsel?

Detlef Söder:

Mein Vater hatte eine Tischlerei und war Tischlermeister. Mit 15 Jahren nahm er mich von der Schule und ich musste bei ihm eine Tischlerlehre absolvieren. Nach zwei Töchtern endlich ein Junge, der seine Firma übernimmt, das war sein Plan. Zu dieser Zeit spielte ich bereits schon 5 Jahre Akustikgitarre (bis heute am liebsten !) Okay, ich war ein widerwilliger Tischlergeselle und zu dieser Zeit längst Gitarrist und Sänger in einer Coverband.

Nach einem katastrophalen Arbeitsunfall als Tischlergeselle, welcher mich einen Teil meines Fingers kostete, konnte ich eine zeitlang nicht mehr Gitarre spielen und habe erst mal einen Realschulabschluss und das Fachabi gemacht. Da das Spielen mit der Fingerprothese nicht so funktioniert, spiele ich alles mit 3,5 Fingern und das geht ganz gut. So habe ich mein Diplom trotzdem mit sehr gut gemacht. Django Reinhard, ein Swinggitarrist, war daher auch mein Vorbild.

80s-Radio:

Sie sind Inhaber einer Musikschule und geben Ihre Kenntnisse und Erfahrungen auch weiter. Erzählen Sie unseren Zuhörern was sie in Ihrer Musikschule erwartet.

Detlef Söder:

Das Motto meiner Musikschule lautet „Freude an Musik“. Erwartet werden können: qualifizierte Lehrkräfte, Einzelunterricht, Gruppenunterricht und Ensemblespiel. Gutes Equipment und schön gestaltete Räume tun ihr übriges, um ein optimales Bandtraining zu gewährleisten. Natürlich treten die Bands (Schülerbands) auch in der Region auf. Jazz, Rock und Pop bilden Schwerpunkte in meiner Musikschule.

80s-Radio:

Ihre Songs haben mitunter kritische Züge, die Sie mit einem „Augenzwinkern“ Ihrem Publikum nahebringen. Erzählen Sie uns wie ihr letztes Album „Superfrauchen“ entstand. Der Song wird aus Sicht eines Hundes erzählt.

Detlef Söder:

Der Song „Superfrauchen“ auf dem gleichnamigen Album entstand durch einen TV – Beitrag mit gleichnamigem Titel. In dieser Reportage wurde ein Hundesalon in Hollywood vorgestellt, in welchem eine 4 – händige Thai – Massage zur Darmanregung eines Hundes für 300 Dollar gezeigt wurde. Stöcken, Mützchen, Schleifchen, Pfotenpflege und sündhaft teurer Schmuck für die Hunde von „Superfrauchen. Ein Pudel trug eine goldene Halskette im Wert von einer halben Million Dollar. Als stolzer Vater einer Tochter brachte mich das hinsichtlich der „Verbote“ für Kinder und Kinderarmut bzw. Kinderarbeit richtig auf die Palme. „Superfrauchen“ ist sozusagen ein „Protestsong“ 🙂

80s-Radio:

Sind Sie verärgert, wenn man Sie als „Liedermacher“ bezeichnet?

Detlef Söder:

Nein, ich bin nicht verärgert, wenn man mich „Liedermacher“ nennt, allerdings wird diese Bezeichnung heute oft missverstanden und bei meinen beiden letzten CDs trifft „Deutschrock“ schon eher zu, da diese auch mit Band eingespielt sind.

80s-Radio:

Sehr viele Ihrer Songs sind in deutscher Sprache, obwohl der Musikmarkt durch englischsprachige Musik beherrscht wird. Derzeit hört man jedoch auch immer mal einige deutschsprachige Interpreten in den Charts. Haben Sie sich bewusst für deutsche Songs entschieden?

Detlef Söder:

Ja, ich habe mich bewusst für deutsche Songs entschieden. Ich kann mich in deutsch einfach am besten ausdrücken und mag diese Sprache zum Schreiben und Singen am liebsten. Allerdings sind auf meinem ersten Album auch noch ein englisches und ein holländisches Lied drauf.

80s-Radio:

Wie sehen Ihre künftigen Projekte aus?

Detlef Söder:

Gerade habe ich einige Solokonzerte hier in der Gegend gegeben. Meine Songs sowohl Solo als auch mit Band spielen zu können, freut mich immer sehr. Das erhöht auch enorm die Möglichkeiten mit meiner Musik in die Öffentlichkeit zu kommen. Daher freue ich mich auch auf weitere Konzerte. Außerdem schreibe ich schon an neuen Songs für das nächste Album und werde im Sommer erstmalig einen Songwriterworkshop geben. Vielleicht bin ich im Herbst auch wieder bei einer Kreuzfahrt dabei.

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